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Glaubenssache WACHOLDERHARZ...

Wacholder Harz Wacholderharz Sammeln Juniperus communis juniper resin incense Räuchern Räucherwerk Räucherung Ritual Naturritual

 " Würzig-knisternd,

 

flammenflüsternd

 

Rauch der Ahnen und Schamanen

 

Welt der Geister...

 

Räuchermeister

 

wandelnd im Wacholder-Hauch. "

 

Zauberspruch für den Wacholder

- März 2018 -

by *BlackMoonVagabond*

 

 

 

Wir alle haben schon vom WACHOLDER-HARZ gehört, denn fast alle Räucherkundigen nennen es oder schreiben darüber, wenn es um diesen Baum geht. Überall lesen wir dasselbe, aus alter Literatur überliefert und dann von einem Buch und Fachkundigen zum anderen übernommen...

So wissen wir - hier ebenfalls zusammengefasst aus all den existierenden Informationen:

 

Wacholderharz wurde in längst vergangenen Zeiten als Räuchersubstanz gesammelt und befand sich damals wohl sogar im Handel, es wurde auch "Deutscher Sandarak" genannt, wegen der optischen Ähnlichkeit zum so bezeichneten Harz von Zypressengewächsen aus Nordafrika.

Viele alte Räucherrezepturen, vor allem solche aus dem Mittelalter zum Schutz vor Seuchen wie der Pest und zur Desinfektion bei gefürchteten Krankheiten, beinhalten Wacholderharz. Ferner wurde es damals auch als Ersatz für den echten Weihrauch (Olibanum) verwendet. Es werden auch viele medizinische Räucherbehandlungen überliefert, bei denen beispielsweise an Rheuma erkrankte oder gelähmte Gliedmassen in den Rauch von Wacholderharz gehalten werden sollten.

Seither sind viele Jahrhunderte vergangen und das Wissen um das Harz des Wacholders ist vergessen. Heute ist kein Wacholderharz mehr im Handel oder überhaupt erhältlich, es soll extrem selten sein, da der Baum nicht viel harzt und es soll sehr schwierig sein, es  zu finden und zu sammeln. Zudem wird Wacholder nicht selten sogar als "harzfrei" beschrieben.

 

Oder das Wacholderharz wird dezent, ohne näher darauf einzugehen, als heimisches Baumharz genannt, damit es der Vollständigkeit wegen eben erwähnt worden ist. Vorgezeigt hat allerdings noch keiner der "Experten" in der heutigen Zeit das Wacholderharz, selbst wenn auch einmal von seinem feinen Duft und einer nur kurzen Trocknungszeit berichtet wird. Man kann in den Büchern und im Internet suchen, so lange man will... Außer erwähnt in neuen Texten, übernommen aus alten Texten, existiert es nicht. Es gibt keine Informationen über das Sammeln oder die Gewinnung des Wacholderharzes, es gibt vor allem keine Fotos dieses Harzes... NICHTS. Man möchte es ja schon gerne einmal sehen... Bisher konnte aber anscheinend noch kein "Experte" dies ermöglichen. Trotzdem bin ich sicher, irgendwo gibt es räucherkundige Menschen, die es schon gesammelt und damit geräuchert haben!

 

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Es scheint also, dass das Wacholderharz auf irgendeine Weise aus dieser Welt verschwunden ist? Es hat trotzdem nie aufgehört, mich zu beschäftigen. Seitdem ich in letzter Zeit viele der bisher noch nicht mit Texten und Fotos beschriebenen Harze von Räucherpflanzen in unserer Natur gefunden habe und hier keiner meiner Wünsche unerfüllt blieb, ist es wieder in meinen Gedanken... Natürlich habe ich auch schon Wacholderzweige selbst gesammelt und dabei kein Wacholderharz gefunden. Aber... Meine Sichtweise hat sich verändert, ich bin wissender geworden und es wird mir sowieso keine Ruhe lassen... Das Wacholderharz zu finden ist für mich ein Teil der Vollendung meines Themas der heimischen Räucherharze und eine weitere Premiere in der "Szene", in der mich kaum ein "Experte" kennt. Egal wie lange ich also suchen muss für ein paar Tropfen Harz, ich werde sie finden...

 

Dazu benötige ich nur Wacholder, möglichst hunderte von Wacholdern...

Somit entschied ich mich dazu, im März eine recht lange Reise nach Bayern in das Gebiet der Fränkischen Alb zum Botanisieren in der Wacholderheide zu machen und ich kam ganz unverhofft im Zusammenhang mit einem vollkommen anderen Vorhaben auch noch in die Wacholderheiden der Hochrhön in Thüringen... Immer voller Vorfreude und Spannung, was mich erwarten würde und tief in mir wissend, dass die Zeit für dieses Thema nun ganz gewiss gekommen war...

 

Der WACHOLDER (Juniperus communis) ist ein absolut unverkennbares, immergrünes Nadelgehölz. Kurze, spitze und sehr schmerzhaft stechende Nadeln sowie je nach Reifezustand grünliche bis blaue Beeren an dicken, schwierig abzubrechenden Zweigen kennzeichnen ihn. Seine Wuchsformen können je nach Individuum sehr unterschiedlich sein, so dass es häufig strauchartig, seltener baumartig und manchmal kriechend gewachsene Exemplare gibt, manche von ihnen sind faszinierend knorrig. Die Rinde ist rotbraun und längsrissig, sie löst sich in Streifen ab. Das Holz riecht sehr warm und würzig, Wacholder hat ein leicht rötliches Kernholz.

Beim Wacholder existieren männliche Pflanzen ohne "Zapfen" und weibliche Pflanzen, deren als 'Wacholderbeeren' bezeichnete grüne bis blaue 'Früchte', innerhalb von 2-3 Jahren reifen.

 

 

Dieser Baum benötigt für sein Wachstum Licht und findet sich deswegen nur gebietsweise an Orten, die durch ihren mageren Boden und durch Beweidung für konkurrierende Pflanzen schwierige Bedingungen bieten. Deswegen konzentrieren sich die Wacholdervorkommen in Deutschland auf die Heidegebiete und besonders auf die kalkfelsigen Gebirgsregionen. Dort gibt es die sogenannten Wacholderheiden mit vielen Exemplaren dieses Baumes. Ansonsten ist der Wacholder in der Natur Deutschlands leider kaum einmal anzutreffen, so dass er umso mehr als ein besonderes und mystisches Gewächs empfunden wird.

 

 

Meine Erkenntnis ist, dass wir nur deswegen nicht mit Wacholderharz räuchern, weil wir zu leicht glauben, was allgemein über Wacholderharz geschrieben wird, ohne es tatsächlich zu überprüfen. Wer hat denn schon einmal wirklich nachgesehen und danach gesucht??? Stattdessen räuchern alle nach dem Motto: Wacholderharz gibt es sowieso nicht. Aber der Wacholder ist derselbe wie in der Vergangenheit, immer noch... und er ist da. Wenn unsere Altvorderen das Harz finden und sammeln konnten, muss das auch heute noch möglich sein! Solange wir aber dem Glauben darüber anhängen, was uns die heutige Literatur und die "Experten" nach wie vor lehren, versuchen wir das nicht einmal. Und wenn es nicht im Handel und käuflich ist, nicht ganz einfach online bestellbar ist, scheinen wir uns auch nicht weiter darum zu bemühen. Wir nähern uns den Räucherpflanzen in eigener Motivation kaum an.

Und dann ist eine Räuchersubstanz ganz einfach "verlorengeglaubt". Welch ein Irrtum!!!

 

 

Das Finden und Sammeln von Wacholderharz ist aber wirklich nicht ganz einfach. Mit der Methode, sich den Wacholder anzusehen - in Entfernung der äußersten Zweige, um möglichst keine schmerzhafte Begegnung mit den spitzen Wacholdernadeln zu haben - funktioniert es definitiv nicht. Da dies wahrscheinlich den meisten Versuchen entspricht, ist es kein Wunder, dass Wacholderharz so selten beziehungsweise nicht vorhanden ist... Die Bereitschaft, sich in spitz-stechenden Wacholdernadeln zu bewegen und immer wieder den von ihnen zugefügten Schmerz zu ertragen, ist zunächst eine Grundvoraussetzung, wenn man dieses kostbare und seltene Harz finden und sammeln möchte. Es ist viel Zeit dafür notwendig, viele Stunden, auch einmal 7 oder 8 Stunden am Tag. Dies in mehr oder weniger gut begehbarem Gelände, denn Wacholderheiden sind oft steil und manchmal felsig. Gute Trittsicherheit und entsprechende Fitness sind also wirklich vorausgesetzt. Wenig Korpulenz macht es auch leichter, an mögliches Wacholderharz heranzukommen. Man lernt dabei auch bald, wie es am wenigsten wehtut... Und dann gehört auch das gewisse "Glück" dazu, die Gunst der Pflanzengeister....

Es heisst im Volksbrauchtum, man solle vor dem Wacholder aus Respekt und Achtung niederknien...!

 

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Beachtet werden muss noch, dass Wacholderheiden Naturschutzgebiete oder Landschaftsschutzgebiete sein können. Handelt es sich um Naturschutzgebiete, ist das Sammeln rechtlich nicht erlaubt. In Landschaftsschutzgebieten oder Biosphärenreservaten darf dagegen für den Eigenbedarf, also in kleinen Mengen ohne kommerzielles Interesse, Wacholder gesammelt werden. Die häufige Information, dass der Wacholder grundsätzlich streng geschützt ist und nicht gesammelt werden darf, ist nicht ganz richtig.

 

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Wir sind es gewohnt, an Verletzungen von Nadelhölzern mit Harz zu rechnen. Dies gilt aber nur wenig für den Wacholder. Kaum eine Schnittstelle oder ein Astbruch führen dazu, dass der Wacholder ganz klassisch harzt. Stattdessen harzt der Wacholder oft "einfach so", er scheidet das Harz an der Rinde ab, er schwitzt es aus, eben auf die Art und Weise, welche allgemein für die Zypressengewächse ganz typisch ist, falls (!) sie einmal harzen... Ob ein Wacholder viel, nur wenig oder überhaupt kein Harz ausscheidet, hängt von einigen weiteren Faktoren ab: Der Wuchsort und sein Klima, der Gesundheitszustand und sogar die Wuchsform des Wacholders. Möglicherweise gab es in der Vergangenheit auch Methoden zur Harzgewinnung. Das Harz rinnt an den Stämmen herab, tropft nach unten, manchmal bleiben Harztropfen an den Nadeln hängen oder es sammeln sich einige von ihnen auf den darunterliegenden Ästen. Wacholderharz erstarrt schnell, so dass vereinzelt an Zweigen und viel eher an der Rinde kleinere oder größere Harztropfen oder Gebilde aus geflossenem und ineinander gelaufenem Harz entstehen. Die Grösse der Tropfen und Stücke beträgt meist nur wenige Millimeter bis zu 2 Zentimeter.

Die Farbe des Wacholderharzes ist blassgelb bis goldgelb, es ist durchscheinend oder durchsichtig. Verwittert es, wird das Harz äüßerlich grauweiss und behält im Inneren seine leuchtende Färbung. Frisch ist es weich und klebrig, ausgehärtet ist es sehr spröde.

 

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Wenn Wacholderharz gesammelt wird, kommen auch viele andere Pflanzenteile mit, so dass das Harz immer mit reichlich Nadeln und den sich leicht lösenden Rindenresten vermischt ist. Auch harzige Zweige und lose, verhartze Stücke der Rinde werden mitgenommen, weil sie getrocknet ausgesprochen gutes und sehr wertvolles Räucherwerk sind. Harzfluss und Harztropfen an den Stämmen können mit einem geeigneten Werkzeug abgekratzt werden, einzelne Tropfen und Fäden des Harzes können aber auch ganz einfach mit den Händen abgesammelt werden.

 

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Es besteht die Möglichkeit, das Harz später auch von Hand zu verlesen, so dass reine Harztropfen extra aussortiert werden, wobei Harzstaub und Pflanzenreste übrig bleiben, die sich sehr gut in Räuchermischungen verarbeiten lassen, während das pure Harz ganz sparsam allein geräuchert werden sollte. Man bedenke, kaum ein Mensch der heutigen Zeit hat es je gesehen oder konnte damit räuchern!

 

Die Bezeichnung "Deutscher Sandarak" trifft es vollkommen, genau so sieht das Wacholderharz aus. Das ist auch nicht verwunderlich, da der Baum zu den Zypressengewächsen gehört. Nur ist es sehr schwierig, sich das Wacholderharz vorstellen zu können, solange es keine Fotos oder Beschreibungen davon gibt.

 

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Gesammelte Pflanzenteile vom WACHOLDER (Juniperus communis) als Räucherwerk im Naturzustand: Von Hand verlesene Harztropfen, Rindenstreifen mit Harz und harzige Zweige.
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Die ersten Wacholderharz-Räucherung meines Lebens, unter einer alten Linde in der Wacholderheide und im Schutz eines großen Kalksteinfelsens im Morgennebel... Ich werde dieses Erlebnis nie vergessen!

 

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Unbeschreiblich fein und ätherisch, dabei gleichzeitig vertraut und würzig, duftet das Harz des Wacholders. Leicht, harzig und aromatisch, manchmal ein wenig süßlich und immer sehr klar.

Es gehört zu den wohlduftendsten heimischen Harzen und steht anderen seltenen und geschätzten Räuchersubstanzen nicht nach!

 Die Aussage eines selbsternannten Internet-"Gurus" im Fach der Räucherkunde, der Geruch des Wacholderharzes wäre "unbedeutend", zeigt nur umso mehr, dass viele "Experten" nie mit der echten Materie zu tun hatten, sondern nur mit dem Wissen glänzen, dass sie aus der existierenden Literatur abschreiben können!

 

Auf der Kohle knistert das Wacholderharz leise, genau wie die Wacholdernadeln oder Zweige auf der Glut eines Feuers. Es verflüssigt sich, so wie die meisten Harze der Nadelhölzer.

 

Da Wacholderharz heute nicht im Handel erhältlich ist und auch ansonsten nirgendwo bezogen werden kann, außer durch die eigene Suche, ist es in unserer Räucherkultur üblich, "nur" mit Nadeln, Beeren und Holz des Wacholders zu räuchern. Auch diese Pflanzenteile sind ganz traditionelle Räuchersubstanzen und gut beschrieben, während das Harz als eine absolute Besonderheit anzusehen ist.

 

Überall auf der Welt, wo es Wacholder gibt - sei es unser heimischer Wacholder oder verwandte Arten - wird er als Räucherwerk gebraucht und überall gehört er zu den ältesten, wichtigsten und heiligsten Räucherpflanzen mit ähnlich beschriebenen Wirkweisen. Besonders bekannt sind die Räucher-Bedeutungen des Wacholders aus Europa, Sibirien, Nordamerika und aus dem Himalaya.

 

In Europa wird davon ausgegangen, dass Wacholder schon von unseren steinzeitlichen Ahnen gekannt und auch von Germanen und Kelten für Räucherungen verwendet wurde.

Während der Pest-Epidemien im Mittelalter war er die annähernd wichtigste Räuchersubstanz zum Schutz vor der Seuche. Inzwischen konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass der Wacholderrauch tatsächlich eine Desinfektion der Raumluft bewirkt.

So werden bis heute die quälenden Erkältungskrankheiten auch mit Wacholderrauch geheilt.

Wacholderräucherungen und aus Wacholderholz gemachte Gegenstände sollen eine Schutzwirkung haben und dieses Gehölz wurde somit vielfältig gegen Hexerei, Flüche und für Exorzismen gebraucht.

Magische Gegenstände werden nach wie vor gerne mit oder aus dem Holz des Wacholders angefertigt. Der Wacholder ist auf seine eigene Weise als Baum ein klassischer Schwellenhüter zur Anderswelt.

 

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Besonders in Sibirien, wo der Wacholder äußerst eng mit dem Schamanismus verbunden ist, wird er geräuchert, um mit der Geisterwelt zu verkehren. Sei es, um Krankheitsdämonen oder andere schadende Kräfte zu vertreiben oder aber, um Orte für Rituale, das Herbeirufen und die Anwesenheit der Geister vorzubereiten, zu reinigen und zu segnen. Zusammen mit anderen Pflanzen wird er für die Trance geräuchert.

 

Der Wacholder hierfür wird in Sibirien zu bestimmten Zeiten von bestimmten Personen als eine rituelle Tätigkeit gesammelt, gebündelt und getrocknet und darf ausschließlich für solche schamanischen Zwecke verwendet, aber zum Beispiel nicht für den Handel gesammelt und dann verkauft werden.

Das Reinigen von (beseelten) Ritualgegenständen und Zeremonialobjekten im Rauch von Wacholder ist üblich und auch für die moderne Naturspiritualität eine sehr empfehlenswerte Methode.

 

Vom Hochgebirgswacholder (Juniperus recurva) im Himalaya weiss man darüber hinaus von seiner halluzinogenen, also bewusstseinserweiternden Wirkung, weswegen er dort auch als göttlich durchwirkt und von Göttern bewohnt verstanden wird. Er wird in Tibet und Nepl geräuchert, um in Trance zu gelangen und als Begleitung religiöser Zeremonien, dies auch in Indien, wo Exorzismen mit Räucherungen von Wacholder unterstützt werden. Immer wieder wird davon ausgegangen, dass auch andere Wacholder, wenn ihr Rauch intensiv inhaliert wird, zu Trancezuständen führen können. Auch deswegen gilt Wacholder als eine der ältesten und archaischsten Räucherpflanzen im Schamanismus, ebenso in unserer ur-eurpäischen Variante. So erklärt sich lecht, warum Wacholderräucherungen ganz allgemein auch seherische und prophetische Fähigkeiten fördern sollen.

 

Die Räuchertradition der Nordamerikanischen Ureinwohner, das "Smudging", verwendet die verschiedenen dort gedeihenden Wacholderarten für Reinigungs- und Heilungszeremonien. Weiter sind Wacholderräucherungen traditionelle Naturheilmittel, der Rauch wird zur Behandlung von Erkältungskrankheiten und andren Leiden der Atmungsorgane, sowie von Migräne, inhaliert.

Für solche Räucherungen werden ebenfalls die Wacholderzweige genommen, denn auch die Wacholderarten Nordamerikas geben ihr Harz nur selten, hin und wieder ist aber davon zu lesen. Im Handel wird Wacholder-Räucherwerk aus Nordamerika manchmal als "Zedernspitzen" oder "Cedar" angeboten, also mit irreführendem Namen, denn in Amerika werden die Zypressengewächse so genannt.

 

 

Beschäftigen wir uns mit Räuchern und Räucherwerk, so kommen wir um den

Wacholder nicht herum!  Er kann uns zu unserem ältesten archaischen und tiefst naturspirituellen Räucherbrauchtum führen, durch die Vergangenheit bis in die heutige Zeit...

Die Begegnung mit dem Wacholder ist wissensreich und horizonterweiternd!

 

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Räucherungen mit Wacholder sind im naturspirituellen Jahreskreis vorwiegend der dunklen Zeit des Jahres zugeordnet. Zu Samhain verbinden sie mit unseren Ahnnen und der Geisterwelt und reinigen während der Rauhnächte als Hausräucherungen unser Leben auf materieller und feinstofflicher Ebene. Wacholder kann aber jederzeit für Reinigungs- und Hausräucherungen oder für das Desinfizieren von Kranken- sowie Sterbezimmern verwendet werden. Er ist fast immer Bestandteil von Räucherungen für Reinigung, Schutz, Neubeginn und Vitalität, denn der Wacholder gilt in vielen Kulturen als ein "Baum des Lebens", der stärkt und die Gedanken klärt, um sich konzentrieren, fokussieren und neu ausrichten zu können, besonders während oder nach schwierigen, kräftezehrenden und schwächenden Lebensphasen. Gerade dann ist es wichtig, sich auf sich selbst und die eigenen Kräfte zu besinnen und zu erkennen, wofür und warum der eigene Weg weitergeht. Der Wacholder ist ein guter Begleiter des Räucherns in diesen Zeiten und verbindet darüber hinaus mit den Wesenheiten, die unsere Pfade begleiten und unterstützen... hierbei zeigt sich auch sein Charakter als Lichtbaum. Das Harz hat den Lichtaspekt.

Die Reise zum Wacholder und die Suche nach seinem Harz lässt erkennen, auch die eigene Zukunft!